Mannheim bundesweit an der Spitze

Der Förderatlas der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 2018 zeigt:  Keine andere deutsche Universität hat von 2014 bis 2016 in den  Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mehr DFG-Gelder eingeworben als die Universität Mannheim. Im übergeordneten Fachgebiet der Sozial- und
Verhaltenswissenschaften hat die Universität Mannheim mit einer  Fördersumme von 26,5 Millionen Euro ihr Ergebnis aus der vorherigen  Förderperiode noch einmal um 2,9 Millionen Euro verbessert, wie aus einer aktuellen Mitteilung hervorgeht.

9,8 Millionen Euro der Gesamtfördersumme hat die Universität Mannheim demnach allein in den Wirtschaftswissenschaften eingeworben und steht damit bundesweit weiterhin an der Spitze der DFG-Förderung. Im Forschungsfeld Sozialwissenschaften, das sich aus den drei Fächern Soziologie, Publizistik und Kommunikationswissenschaften sowie Politikwissenschaft zusammensetzt, belegt Mannheim mit 13,8 Millionen Euro Fördersumme Rang zwei, hinter der FU Berlin.

„Die Gewinnung von DFG-Fördergeldern sind neben Rankingergebnissen ein wichtiges Messinstrument für Forschungsstärke“, sagt Rektor Prof. Dr.  Ernst-Ludwig von Thadden zur Veröffentlichung des DFG-Förderatlas 2018.  „Auf das Ergebnis können wir stolz sein, denn hier zeigt sich, dass  Mannheim mit seinen Schwerpunkten national an der Spitze steht. Die
eingeworbenen DFG-Gelder geben dabei einen weiteren Schub.“

Die Universität Mannheim profitiert bei der Förderung insbesondere von  der Sichtbarkeit des Mannheimer Zentrums für Europäische Sozialforschung (MZES), der nach eigenen Angaben größten sozialwissenschaftlichen Forschungseinrichtung einer deutschen Universität. Mehr als 80 Forscherinnen und Forscher untersuchen am MZES soziale und politische Entwicklungen in Europa.  Beispielhafte Projekte sind die  großangelegte Studie „German Longitudinal Election Study (GLES)“ und  die Längsschnittstudie „Children of Immigrants Longitudinal Survey in  Four European Countries (CILS4E)“, die die Integration von Migranten in vier europäischen Ländern untersucht. Beide Studien  wurden jeweils mit einem Fördervolumen von über einer Million Euro eingeworben.

Auf dem Feld der Verbundprojekte wurden von 2014 bis 2016 der Sonderforschungsbereich 884 „Politische Ökonomie von Reformen“, das Graduiertenkolleg 1953 „Statistische Modellierung komplexer Systeme und Prozesse“ sowie die in der Exzellenzinitiative II geförderte
Graduiertenschule GESS gefördert, in der Doktoranden  in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ausgebildet werden.

Der DFG-Förderatlas erscheint alle drei Jahre und ist die umfassendste  Zahlen- und Datensammlung zur öffentlich finanzierten Forschung in  Deutschland. In der aktuellen Ausgabe wurde der Zeitraum 2014 bis 2016 erfasst.

 

(den/red; Bild: Eisbaer/stock.adobe.com)

 

 

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