Kita und IT-Know-how

Dort, wo die US Army bis 2014 ihr Hauptquartier für Europa hatte, wird jetzt ein Gebiet entwickelt, das Arbeiten, Wohnen, Bildung und Kultur vernetzen und vor Ort erlebbar machen will. Rund um das Herzstück der Wohnquartiere sollen ab 2019 auch attraktive Gewerbeflächen entstehen. Läuft alles nach Plan, soll zum kommenden Jahreswechsel der erste Baukran auf dem Gebiet stehen.

Verantwortlich dafür zeichnet der bundesweit agierende Immobilienentwickler BPD. Als Sieger im öffentlichen Wettbewerbsverfahren übernimmt BPD mit einem Regionalbüro auf Campbell den Wohnungsbau und hat jetzt den Heidelberger Immobilienunternehmer Hans-Jörg Kraus als lokalen Gewerbe-Experten ins Boot geholt. Kraus will diese Bauobjekte nach eigener Aussage nicht über eine seiner Firmen, sondern als privater Investor langfristig im eigenen Bestand halten – und damit persönlich die nachhaltige Entwicklung garantieren. In den denkmalgeschützten Altbauten will er 20 000 Quadratmeter sanieren, weitere 20 000 kommen als Neubau hinzu.

Für drei Viertel dieser Flächen hat Kraus bereits namhafte potenzielle Mieter gewonnen wie beispielsweise Heidelberg Instruments Microtechnik, den E-Bike-Hersteller Coboc, Luxendo Light Sheet Microscopy, zwei Architekturbüros und ein Reparatur-Café. Auch das Montessori-Kinderhaus, das aus den Räumen in Kirchheim ausziehen musste und kurzfristig eine Lösung benötigte, findet in einem neu errichteten Kita-Gebäude auf dem Baufeld 5 seinen neuen Standort. Montessori wird dort noch in diesem Monat einziehen, bis die endgültigen Räume im ehemaligen Areal Hospital so weit sind. Für die Bildungsgruppe AcadeMedia werden bis Ende 2018 drei weitere Kita-Gruppen fertiggestellt.

Auch die Heidelberg iT Management GmbH & Co. KG wird künftig auf dem Areal vertreten sein. Der Informationstechnik-Experte treibt den Ausbau seiner Rechenzentrumsinfrastruktur voran und hat auf dem Areal der Campbell Barracks Heidelberg Mietfläche reserviert. „Die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen und hochverfügbarer, sicherer Rechenzentrumskapazität ist seit der Inbetriebnahme unseres TÜViT-zertifizierten Serverhotels im Jahr 2016 nach wie vor hoch“, sagt Matthias Blatz, Geschäftsführer der Heidelberg iT. „Durch die Erweiterung unseres verteilten Rechenzentrums können wir unsere Kunden bei der Umsetzung des digitalen Wandels in Zukunft noch besser unterstützen.“

„Die Entscheidung für ein Serverhotel auf dem Areal Campbell Heidelberg bedeutet eine Aufwertung der Gewerbeflächen des neuen Quartiers in der Heidelberger Südstadt“, ist Investor und Bauherr Hans-Jörg Kraus überzeugt.

 

(zwi/red; Bild: Heidelberg iT/Dominik Raschka)

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