Als einer von zehn regionalen Digital Hubs in Baden-Württemberg ist das Projekt „Digital Hub kurpfalz@bw“ Anfang September gestartet. Wie Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut bekannt gab, bezuschusst das Ministerium das Vorhaben mit Mitteln in Höhe von rund 995 000 Euro. „Unser klarer Anspruch ist es, dass Baden-Württemberg auch im digitalisierten Zeitalter führender Innovations- und Wirtschaftsstandort bleibt. Das funktioniert jedoch nur, wenn auch unsere kleinen und mittleren Unternehmen hier nicht den Anschluss verlieren. Mit dem Digital Hub unterstützen wir gezielt gerade diese Unternehmen bei digitalen Innovationen und bringen damit die Digitalisierung in der Region insgesamt voran“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Der „Digital Hub kurpfalz@bw“ will ein Ökosystem der Vernetzung und Kooperation über Branchengrenzen hinweg schaffen, wie die Verantwortlichen mitteilen. Er soll als lokale Begegnungsstätte für digitale Innovationen digitale (Arbeits-)Räume und Plattformen bereitstellen sowie digitale und analoge Veranstaltungsformate anbieten. Durch diese Experimentier- und Kollaborationsräume sollen unterschiedlichste Kompetenzen, Disziplinen, Ideen, Technologien und Kreativität aufeinandertreffen können – und auf diese Weise digitale Innovationen voranbringen. „Im Zuge der Digitalisierung bietet die Zusammenarbeit von bestehenden Unternehmen, Start-ups und Forschungsakteuren großes Potenzial für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle“, betont das Ministerium.

Das Projekt „Digital Hub kurpfalz@bw“ war bereits im Februar  beim „Digitalgipfel 2018 – Wirtschaft 4.0 BW“ als eines der zehn regionalen Digital Hubs vorgestellt worden, die vom Wirtschaftsministerium gefördert werden sollen. Auf Basis des in der zweiten Stufe eingereichten Förderantrags erfolgte jetzt die Bewilligung des Vorhabens. An dem Konsortium sind neben dem Amt für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft der Stadt Heidelberg unter anderem auch die Digital-Agentur Heidelberg GmbH, der Rhein-Neckar-Kreis, die Stadt Mannheim, die Hochschule Mannheim sowie das Deutsch-Amerikanische Institut Heidelberg beteiligt.

„Mit den regionalen Digital Hubs entstehen überall im Land Unterstützungsangebote für kleine und mittlere Unternehmen, die auf die regionalen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Im Austausch mit den anderen regionalen Digital Hubs bieten sich darüber hinaus enorme Chancen, voneinander zu lernen. So können die regionalen Ökosysteme für digitale Innovationen Strahlkraft für das ganze Land entwickeln. Mit den Digital Hubs wollen wir in Baden-Württemberg ein schlagkräftiges Netzwerk etablieren, von dem alle profitieren“, so die Wirtschaftsministerin.

 

Grundsätzlich ist die Digitalisierung erklärtermaßen ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung: Rund eine Milliarde Euro werden demnach in dieser Legislaturperiode in die Digitalisierung investiert, rund die Hälfte davon in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Erstmals werden alle Vorhaben auch unter dem Dach des Digitalisierungsministeriums koordiniert und gebündelt. Mit „digital@bw“ wurde im Sommer 2017 die erste landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt. In den kommenden zwei Jahren sollen dazu rund 70 ganz konkrete Projekte mit einem Volumen von 265 Millionen Euro umgesetzt werden, um Baden-Württemberg als Leitregion des digitalen Wandels in Europa zu verankern.

Schwerpunkte von „digital@bw“ sind die Bereiche Intelligente Mobilität der Zukunft, digitale Start-ups, Wirtschaft 4.0, Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung, digitale Gesundheitsanwendungen sowie digitale Zukunftskommunen und Verwaltung 4.0. Dazu kommen die Querschnittsbereiche Forschung, Entwicklung und Innovation, Nachhaltigkeit und Energiewende, Datensicherheit, Datenschutz sowie Verbraucherschutz.

(den/red; Bild: Pixabay)